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Guenter Ellenberg

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 2000 - 2011
Guenter Ellenberg

 

Allotoca zacapuensis

Die Allotoca aus "Laguna de Zacapu" ist beschrieben
von KEES DE JONG

Einige Arten werden schon eine Weile von Aquarianern gehalten, bevor sie ihren wissenschaftlichen Namen bekommen. Dieses ist auch bei der Allotoca-Art der Fall, die im Zacapu-See zu finden ist.

Dieser Goodeide wurde zuerst durch DEREK LAMBERT aus England als eine neue Art erkannt und bei den Aquarianern etabliert.

Allotoca zacapuensis ist bei den Aquarianern unter dem Namen "Allotoca spec. Zacapu" oder auch unter dem englischen Namen "Allotoca spec. Hummel" bekannt geworden.

Allotoca zacapuensis unterscheidet sich deutlich von den anderen Arten der Gattung Allotoca und dieses war für MEYER, RADDA und DOMINGUEZ (2001) der Grund, dieser Art einen eigenen (wissenschaftlichen) Namen zu geben.

In ihrem im Jahre 2001 veröffentlichten Artikel nannten sie diese Art nach ihrem Verbreitungsgebiet: "Allotoca zacapuensis".

Es ist ein ziemlich farbloser Fisch, bei dem bei günstigem Lichteinfall auf den Seiten des Körpers ein schwacher grau-blauer Schimmer zu sehen ist. Wenn sich die Fische in einem guten Zustand befinden, fallen auch die dunklen Querbänder auf. Der übrige Körper ist grau-braun und die Flossen sind farblos. Die Männchen von Allotoca zacapuensis haben einen dunklen Fleck auf der Bauchseite oberhalb der Afterflosse.

Außer dem für männliche Goodeiden typischen Geschlechtsorgan gibt es keine weiteren Unterschiede zwischen den Männchen und Weibchen.

Nach der Erstbeschreibung wird Allotoca zacapuensis ungefähr 3 cm groß. Obwohl es keine von den größeren Arten innerhalb der Allotoca-Gattung ist, können sie meiner Meinung nach doch einige Zentimeter größer werden.

Auf Grund der Tatsache, dass Allotoca zacapuensis keine deutliche Zeichnung oder besondere Farben hat, wird sie kein besonderer Aquarienfisch werden.

Im Jahre 2000 hatte ich die Gelegenheit, Allotoca zacapuensis im Zacapu-See zu fangen. Die Art kam nur in geringer Anzahl vor und nur an einem der Fundorte, die ich untersuchte, konnte ich sie fangen.

Die Allotoca zacapuensis hielten sich zwischen den Pflanzen auf und konnten durch ihre relativ großen Augen deutlich zwischen den Skiffia lermae, die hier in grosser Anzahl vorkamen, erkannt werden. Weitere Goodeiden, die ich dort angetroffen habe, waren: Goodea atripinnis, Hubbsina turneri, Xenotoca variata und Zoogoneticus quitzeoensis.

Insgesamt habe ich nur 10 Exemplare der Zacapu-Allotoca gefangen. Diese Fische habe ich dann im Laboratorium (Aqua-Lab) der Universität von Morelia untergebracht. 2 Pärchen davon habe ich später mit nach Hause genommen.

Alle vier Tiere haben die Reise gut überstanden und zu Hause angekommen konnte ich schnell feststellen, dass sie eine Vorliebe für tierische Nahrung haben. Neben Lebendfutter wird auch tiefgefrorenes Futter gerne gefressen. Es sind ruhige Fische, die sich hauptsächlich zwischen den Pflanzen aufhalten und nur zum Fressen zum Vorschein kommen.

Die Zucht scheint keine großen Probleme zu bereiten und nach einigen Monaten konnte ich die ersten Jungen durch das Aquarium schwimmen sehen. Die größeren Fische verfolgten die Jungen nicht und darum bestand für mich auch kein Grund, trächtige Weibchen zu isolieren. Die höchste Anzahl von Jungen, die ich in einem Wurf zählte, waren ungefähr 15 Stück.

Eine ganze Weile gab es keine Probleme mit Allotoca zacapuensis. Aber als die Temperaturen im Sommer höher wurden, bekamen die Fische eine Infektion; wobei große infizierte Flecken auf dem Körper sichtbar wurden. Etliche Fische sind an der Infektion gestorben. Bei einer tieferen Temperatur ging es den Fischen wieder besser und so konnte ich eine Menge Allotoca zacapuensis am Leben erhalten.

Die kritische Temperatur-Grenze liegt nach meinen Beobachtungen bei 22 °C. Eine Temperatur von 14 °C wird ohne Probleme vertragen.

Nach meinen Erfahrungen mit Allotoca zacapuensis habe ich den Eindruck gewonnen, dass es nicht einfach ist, diese Art über einen längeren Zeitraum zu pflegen.

Literatur:
MEYER, M. K., RADDA, A. C. & DOMINGUEZ, O. (2001): Notes on the genera Neoophorus HUBBS & TURNER, 1937 and Allotoca HUBBS & TURNER, 1937, with a description of a new species of Allotoca from Laguna de Zacapu, Michoacán, Mexico (Teleostei, Cyprinodontiformes: Goodeidae). Ann. Naturhist. Mus. Wien (103B): 453-460.

 

 

 

198-©Allotoca zacapuensis 01-1 R Wildekamp
Allotoca zacapuensis
Foto von: Ruud Wildekamp

 

 

Fundorte:
Derzeit liegen keine Informationen vor.

 

 

Die Literatur wurde zusammengestellt von
508-Kees de Jong

Allotoca zacapuensis Meyer, Radda & Domínguez Domínguez, 2001

H. Hieronimus (2002): Zwei neue Lebendgebärende. DGLZ-Rundschau (2): 44-46

K. de Jong (2002): De Allotoca uit Laguna de Zacapu beschreven. Poecilia Nieuws (3): 44-45

B. Kohler (2003): Allotoca zacapuensis. Livebearers (179): 18-19

M.K. Meyer, A.C. Radda & O. D. Domínguez (2001): Notes on the genera Neoophorus Hubbs & Turner, 1937 and Allotoca Hubbs & Turner, 1937, with a description of a new species of Allotoca from Laguna de Zacapu, Michoácan ,

J. de Moree (2001): De Allotoca's. Poecilia Nieuws (1): 9-12

R. Pérez Rodríguez, O. Domínguez Domínguez & K. De Jong (2002): Een bijzondere Goodeidae, Hubbsina turneri De Buen, 1941. Poecilia Nieuws (2): 26-33

R. Pérez Rodríguez, O. Domínguez Domínguez & K. De Jong (2002): Ein besonderer Goodeide, Hubbsina turneri De Buen, 1941. DGLZ-Rundschau (2): 38-44

 

 

zacapuensis, Allotoca Meyer, Radda & Domínguez 2001: 455, Figs. 1-2 [Ann. Naturhist. Mus. Wien v. 103B; ref. 25811]. Lagoon de Zacapu, Zacapu, Michoacán, Mexico. Holotype: NMW 94584. Paratypes: CPUM 1079 (9), NMW 94585 (1), SMF 28887 (6). Valid as Allotoca zacapuensis Meyer, Radda & Domínguez 2001. Allotoca zacapuensis Meyer, Radda & Domínguez 2001, Goodeidae. Habitat: freshwater.