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Guenter Ellenberg

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Guenter Ellenberg

 

Girardinichthys viviparus

BUSTAMANTE, 1837

Cyprinus viviparus BUSTAMANTE, 1837
Lucania spec. GIRARD, 1859
Girardinichthys innominatus BLEEKER, 1860
Limnurgus variegatus GÜNTHER, 1866
Molliensia spec. GILL, 1882
Lucania richi GOODE, 1891
Characodon geddesi REGAN, 1904
Limnurgus innominatus REGAN, 1907
Girardinichthys innominatus HUBBS & TURNER, 1939
Girardinichthys viviparus ALVAREZ & NAVARRO, 1957

Deutsche Bezeichnung:
Schwarzer Goodeide / Amarillo - Kärpfling

Familie:
Goodeidae JORDAN, 1923.

Unterfamilie:
Goodeinae JORDAN, 1923.

Erstbeschreibung:
keine Angaben.

Herkunft des Artnamens:
viviparus (lat.) = lebendgebärend.

Typusfundort:
Lago Texcoco, nahe / in Mexiko-City, Mexiko.

Meristische Angaben:
Dorsale = 18 - 23 Flossenstrahlen;
Anale = 20 - 26 Flossenstrahlen.

Girardinichthys ist die erste Art, die aus der Familie der Goodeiden beschrieben wurde.

In Becken ab 50 Liter ist die Haltung dieser friedlichen Girardinichthys viviparus möglich. Wichtig sind dabei aber niedrige Wassertemperaturen, die sich im Bereich von 17 °C bis 20 °C bewegen sollten. Temperaturen oberhalb von 22 °C verträgt diese Art nicht gut und die Tiere werden dann nicht sehr alt. Auch ist in diesen Fällen ein Farbrückgang bei den Männchen und starke Einschränkung der Nahrungsaufnahme verschiedentlich beobachtet worden. Die Jungfische entwickeln sich bei zu hohen Temperaturen auch nicht optimal.

Bei zu warmer Haltung (dauernd über 22 °C) neigt Girardinichthys viviparus zu Fischtuberkulose. Bei häufigem Wasserwechsel und kühlen Wassertemperaturen wird man aber lange Freude an diesen Goodeiden haben.

An die Wasserwerte werden keine besonderen Ansprüche gestellt. Das harte Wasser sollte einen ph-Wert von 7 und mehr haben.

Die Männchen zeigen nur selten und sehr wenig Aggressivität untereinander. Beobachtet wurden Parallelstellungen und Antiparallelstellungen in Verbindung mit mäßigem Flossenschlagen. Der überlegene Gegner vertrieb den anderen Fisch durch einen Angriff. Der unterlegene Fisch flüchtete, wobei er nicht weiter verfolgt wurde, sobald er sich verstecken konnte. Immer wieder traten im Hälterungsbecken kleinere Angriffe auf, die durch ein Zuschwimmen des Angreifers auf den Gegner gekennzeichnet sind. Der Gegner schwimmt dann nur rasch fort. Ernsthafte Beißereien traten nicht auf.

Dadurch gehört Girardinichthys viviparus zu den friedlichsten Goodeiden und eignet sich demnach auch sehr gut zur Haltung im Gesellschaftsbecken. Die Männchen sind - falls sie in guter Stimmung sind - so ansprechend gefärbt, dass selbst farbverwöhnte Aquarianer sie als schöne lebendgebärende Wildform betrachten. Sowohl die gedrungene Körperform als auch die großen Rücken- und Afterflossen mit ihrer Schwarzfärbung, die zuweilen den ganzen Körper überziehen kann, sehen sehr hübsch aus. Die Weibchen wirken insgesamt länglicher und sind eher helloliv. Bei guten Haltungsbedingungen sind die Weibchen mit einzelnen schwarzen Zeichnungen geschmückt. Manchmal sind auch schwach metallisch glänzende Querbänder auf ihren Körperseiten auszumachen.

Mit Werten zwischen 5 °C bis 30 °C Wassertemperatur ist Girardinichthys viviparus eine eurytherme Art, was auch die guten Erfahrungen bei der Gartenteichhaltung zeigen. So kann diese Art etwa zwischen Mitte April und Anfang Oktober im Freien gehalten werden.

In der Ernährung ist Girardinichthys viviparus anspruchslos, d.h. Flocken-, Frost- und Lebendfutter aller Art wird angenommen, wobei ein pflanzlicher Anteil nicht fehlen sollte. Ebenso sollten Algen im Aquarium vorhanden sein, die ein zusätzliches Futter darstellen. Pflanzliche Nahrung scheint aber bei Girardinichthys viviparus nicht so wichtig zu sein, wie bei anderen Goodeiden-Arten. Es wird häufig die Beobachtung gemacht, dass sich Girardinichthys viviparus selbst an zarten, feingliedrigen Pflanzen nicht vergreift.

Die folgenden Ausführungen und Beobachtungen über das Balz- und Paarungsverhalten von Girardinichthys viviparus stammen von DANIEL KROLL, Deutschland:

Zur Beobachtung wurden zwei Weibchen, die vor kurzem geworfen hatten, in ein Beobachtungsbecken (40x20x25 cm) gesetzt und reichlich gefüttert. Nach drei Tagen wurden zwei Männchen von durchschnittlicher Größe und ein kleines Männchen, sowie ein trächtiges Weibchen dazugesetzt.
Das Becken wurde nur diffus beleuchtet, wies einige Pflanzen als Versteck auf und hatte die gleiche Temperatur und Wasserbeschaffenheit wie das vorherige Hälterungsbecken.

Ungefähr zwei Stunden nach dem Umsetzen setzte das Balzverhalten ein. Die Männchen zeigten dunkle Flossen, hatten viele kleine Pigmentpunkte auf dem Körper und einen deutlich dunkleren Bauch als zuvor (hier sei angemerkt, daß die Färbung der männlichen Fische ohnehin sehr variabel ist und von nahezu farblos - nur die Körpergrundfarbe ist sichtbar - bis zu einem samtschwarz reichen kann. Die dunkle Färbung ist nur unter guten Hälterungsbedingungen zu betrachten. Als Zeichen für eine Dominanz kann der Grad der Dunkelfärbung nicht herangezogen werden, da Beobachtungen zeigten, daß das dominante Männchen weniger dunkel war als das kleinste, untergeordnete Männchen).

Insgesamt konnten bei dieser Beobachtung über einen Zeitraum von zwei Tagen keine auffälligen Balztänze, wie sie von Guppys und anderen Lebendgebärenden bekannt sind, wahrgenommen werden. Vielmehr wurden “plumpe Annäherungsversuche” durch das Männchen beobachtet; das heißt, die Männchen näherten sich in vielen Fällen einem Weibchen, ohne vorbereitende Balztänze durchzuführen, um direkt mit einem Kopulationsversuch anzusetzen. Denkbar ist, daß ein ausgiebigeres Balzverhalten fehlte, weil sich die Tiere auf dem engen Raum gegenseitig gestört haben, obgleich keine Änderung auftrat, als nur noch ein Paar im Becken war.

Generell ist Girardinichthys viviparus eine sich sehr gemächlich bewegende Art, die, anders als Ameca splendens, keine heftigen Balzbewegungen durch das Männchen und ein Schütteln und Kippen durch rezeptive Weibchen zeigt.

Im Verlauf der Beobachtungen wurde deutlich, daß das trächtige Weibchen nur vom kleinsten Männchen angeschwommen wurde. Bei den anderen beiden Weibchen kam es nur dann zum Zuge, wenn die beiden kräftigeren Männchen sich stritten. Ansonsten wurde es stets von seinen Konkurrenten vertrieben.

Als visuelle Unterschiede sind bei nichttragenden Tieren ein schwarzer Saum am Bauch, der eingefallen wirkt, und ein dunklerer Körper zu beobachten. Sehr selten zeigen hochträchtige Weibchen auch die vorgenannten dunklen Flossen und Bäuche. Ob diese besonderen Kennzeichen der nichtträchtigen Tiere als Signal auf die Männchen wirken, ist ungewiss.

Von Xiphophorus helleri ist bekannt, dass rezeptive Weibchen häufiger umworben werden. Dabei wird eine Steuerung über Pheromone (chemische Duftstoffe) vermutet.

Für Goodeiden wurde eine generalisierende Beschreibung am Beispiel von Goodea atripinnis von NELSON (1975) aufgestellt, der hier gefolgt werden soll. Demnach läßt sich das Fortpflanzungsverhalten in drei Abschnitte unterteilen:

    1. Orientation (Ausrichtung auf das Weibchen hin)
    2. Display (Zur Schau stellen des Männchens)
    3. Kopulation (eigentlich Paarung).

Ausrichtung:
Ein Suchverhalten seitens des Männchens konnte nicht beobachtet werden. Wohl nicht zuletzt deswegen, weil irgendein Weibchen in einem solchen Behälter stets präsent ist. Geriet ein Weibchen ins Blickfeld eines Männchens, wurde ihm nach einer Beobachtungsphase langsam gefolgt.

Zur Schau stellen:
Frontalstellen wurde zweimal verzeichnet während der ersten vier Stunden der Beobachtung. Männchen und Weibchen stehen sich gegenüber.

284-Girardinichthys viviparus 06 Kroll
Frontalstellen
Zeichnung: DANIEL KROLL

 

Lateralstellen:
Das Männchen schwimmt einige Zentimeter vor das Weibchen und präsentiert sich diesem von der Seite mit aufgespannten unpaaren Flossen, um danach ein Kopulationsversuch einzuleiten.

 

285-Girardinichthys viviparus 07 Kroll
Lateralstellen
Zeichnung: DANIEL KROLL

 

Das Lateralstellen, also die seitliche Präsentation, kann aber noch weiter ausgebaut werden, so dass das Männchen nach einem kurzen Moment der seitlichen Präsentation ruckartig hinter das Weibchen schwimmt, um erneut vorzukommen und sich zu präsentieren. Danach schwimmt es ruckartig zurück, ohne das Weibchen dabei zu umschwimmen, und nähert sich nun zu einem Kopulationsversuch.

Ohne vorhergehende Balzphase stupst das sich nähernde Männchen unter den Bauch des Weibchens. Es schwimmt dann kurz einmal ins Blickfeld der Partnerin, präsentiert sich und setzt mit einem Kopulationsversuch an.

 

283-Girardinichthys viviparus 05 Kroll
Annäherung von hinten
Zeichnung: DANIEL KROLL

 

Bei einem Kopulationsversuch - er kann von beiden Seiten ausgeführt werden - nimmt das Männchen eine Paarungsstellung ein. Dabei schmiegt sich das Männchen an das Weibchen, so dass sich die Genitalöffnungen so nah wie möglich kommen. Zur Anschmiegen wird eine S-förmige Verdrehung ausgeführt. Die Dorsalflosse drückt gegen den Körper des Weibchens, während die Anale den Unterleib umgreift und so eine Rinne entstehen läßt, die den Begattungsvorgang unterstützt. Ein Erzittern der Partner während des Paarungsvorganges konnte nicht beobachtet werden. Während des Kopulationsversuches verharren die Partner bis zu vier Minuten. Durchschnittlich dauerte die Paarungsstellung zwei Minuten. Ein Parallelschwimmen konnte nicht beobachtet werden.

 

286-Girardinichthys viviparus 08 Kroll
Paarungsstellung von zwei Seiten
Zeichnung: DANIEL KROLL

 

Das Weibchen beendet den Vorgang, indem es abrupt fortschwimmt. Darüber hinaus unternehmen die Weibchen keine eigenen Aktivitäten, sondern verhalten sich passiv. Allerdings kann man das Verharren und das Zulassen der Paarung auch als Aktivität auffassen, da paarungsunwillige Weibchen bei einer Annäherung fortschwimmen, nach dem sie zuvor ihre “Verweigerung” durch ein sanftes, ruckartiges Erzittern mit Seitwärtsbewegungen des Kopfes deutlich gemacht haben.

Solche Tiere werden von den Männchen nicht übermäßig bedrängt, etwa in Form eines Treibens, sondern beim späteren zufälligen Zusammentreffen erneut auf Paarungsbereitschaft geprüft.

Auffällig ist, dass dieses Verhalten in der Literatur eher gegenteilig dargestellt wird. Ein Erzittern des Weibchens tritt nach Nelson (1975) und Hieronimus (1984) bei paarungsbereiten Weibchen auf.

Girardinichthys viviparus-Männchen, die ein paarungsunwilliges Weibchen angebalzt hatten, zeigten oftmals eine S-förmige Verdrehung, die verbunden war mit dem Umklappen des Andropodiums. Ob es sich hierbei um eine Analogie zum Gonopodialschwingen handelt, kann nicht eindeutig beantwortet werden. Doch tritt dieses Umklappen des Andropodiums und eine Verdrehung des Körpers gehäuft in Momenten auf, die durch eine Frustration im Zusammenhang mit einem mißlungenem Paarungsversuch gekennzeichnet sind (Parzefall (1969) diskutiert das Gonopodialschwingen am Beispiel von Mollienesia-Arten und verzeichnet dabei ein gehäuftes Auftreten dieses Verhaltens, nach dem der Kopulationsversuch abgebrochen wurde).

Insgesamt verläuft die Paarung und die Balz weniger hektisch, als man dies sonst von Guppys und Schwertträgern kennt.

Eine Verhaltenssequenz, wie sie für andere Lebendgebärenden bekannt ist und sinnvoll erscheint, konnte nicht eindeutig ausgemacht werden, weil oftmals nur unterbrochene Sequenzen beobachtet wurden oder isolierte Verhaltenselemente auftraten.
Soweit die Angaben von DANIEL KROLL.

 

Die Zucht ist nicht allzu schwierig. Misserfolge beruhen möglicherweise auf zu hohen Wassertemperaturen im Aquarium. Nach dem Absetzen der Jungfische sind die Weibchen in der Bauchregion stark eingefallen. Die vorher kräftig ausgefüllte Bauchhöhle gleicht danach einer Hautfalte. Man könnte sogar meinen, dass für die inneren Organe kein Platz mehr vorhanden sei. Oftmals sind nach dem Werfen auch Änderungen in der Körperfärbung zu beobachten.

Die Strapazen, die für die Weibchen von Girardinichthys viviparus mit der Geburt verbunden sind, kann man deutlich wahrnehmen. Oft liegen sie heftig atmend am Boden. Bei guter Fütterung erholen sie sich aber rasch wieder.

Es werden pro Wurf von den dann auffällig dicken Weibchen ca. 20 Jungtiere abgesetzt, die ca. 12 mm lang sind. Die Aufzucht der Jungen bereitet keine Probleme. Die Alttiere stellen den Jungen unmittelbar nach dem Werfen nicht, oder nur wenig nach. Wenige Tage nach dem Werfen schwimmen die Jungtiere dann frei zwischen den Alttieren im Becken herum und werden nicht mehr behelligt.

Etwa ab der fünften Woche sind die sekundären Geschlechtsmerkmale zu erkennen. Im Alter von etwa 4 Monaten können die Weibchen selbst Nachwuchs bekommen.

Nachstehend eine Aufstellung von DANIEL KROLL, Deutschland, welche die Wachstumszunahme und den Entwicklungsverlauf eines Wurfes von Girardinichthys viviparus von der Geburt bis zum ersten eigenen Wurf zeigt:

 

Zeit nach Wurf

Meßwerte und besondere Ereignisse

05.04. (Wurf)

(22) = 1,6 cm, (4) = 1,5 cm, (1) = 1,35 cm
2 tote Fische von insgesamt 27 Jungtieren.

1. Woche

1,7 - 1,9 cm; Durchschnitt: 1,85 cm

2. Woche

1,9 - 2,1cm; Durchschnitt: 2 cm

4. Woche

1,9 - 2,2 cm; Durchschnitt: 2,1 cm

5. Woche

Ausprägung der sekundären Geschlechtsmerkmale

6. Woche

2,0 - 2,7 cm; Durchschnitt: 2,2 cm (Männ.), 2,4 cm (Weib.)

12. Woche

Männchen ca. 3 cm, Weibchen ca. 4 cm Totallänge

16. Woche

9 Weibchen werfen innerhalb einer Woche.

 

Bei den vorstehenden Angaben sollte stets bedacht werden, dass es sich um Beobachtungen handelt, die auf einer sehr kleinen Individuengruppe beruhen und somit möglicherweise nicht unbedingt das tatsächliche Artspektrum wiedergeben müssen.

Innerhalb von Poecilia Nederland hat sich ein Arbeitskreis gebildet, der sich speziell mit der Erhaltung dieser Art beschäftigt.

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von Girardinichthys viviparus ist durch menschliche Eingriffe immer kleiner geworden und nach heutigem Kenntnisstand aller Wahrscheinlichkeit nach bis auf ein Restrefugium zurückgegangen. BRIAN KABBES hat den Lebensraum dieser Art im Teich des botanischen Garten in Mexiko-City besucht. Dieses künstliche Biotop enthält eine geschätzte Anzahl von etwa 100-150 Tieren; fast alles Jungtiere.

In den weitläufigen Morastgebieten zwischen Mexiko-City und Texcoco konnte Girardinichthys nicht gefunden werden. Der Texcoco-See (als früherer Lebensraum) ist heute größtenteils trockengelegt und durch Einleitung von Abwässern aus Mexiko-City stark verunreinigt. Die Biotopvernichtung rund um Mexiko-City ist dramatisch und verschlimmert sich in hohem Tempo.

Aller Wahrscheinlichkeit nach ist Girardinichthys viviparus - außer in den zwei noch bekannten Fundorten - in der Natur ausgestorben.

 

Girardinichthys viviparus 1-Krönke
Girardinichthys viviparus
Foto: Dr. Frank Krönke

 

 

Girardinichthys viviparus 2-Krönke
Girardinichthys viviparus
Foto: Dr. Frank Krönke

 

 

280-Girardinichthys viviparus 02
Entnommen: Aqualog Verlag
Titel: Alle Lebendgebärenden,
Foto von: J. C. Merino.
Fundort: Mexiko-City, Mexiko, Mexiko, Nachzucht, Pärchen, 4,5 und 6,5 cm.

 

 

281-Girardinichthys viviparus 03
Entnommen: Aqualog Verlag
Titel: Alle Lebendgebärenden,
Foto von: J. C. Merino.
Fundort: Mexiko-City, Mexiko, Mexiko, Nachzucht, Männchen, 4,5 cm.

 

 

 

Fundort:
Mexiko-Stadt, Mexiko D.F., Mexiko

Beschreibung:
BRIAN KABBES

Datum / Uhrzeit:
03.12.1998, 14.45 Uhr

Lage des Fundortes:
Teich im botanischen Garten der U.N.A.M. Universität in Mexiko-Stadt

Biotopbeschreibung:
Ein aus Lavasteinen gemauerter Teich von 4x5 Metern. Die Wassertiefe des Teiches beträgt an der tiefsten Stelle ungefähr 100 cm. Das Wasser ist hellbraun in der Färbung, klar und bis auf den Boden durchsichtig. Das Wasser hat einen leichten Abwassergeruch. Die Herkunft des Geruches ist nicht genau festzustellen. In dem Teich sind einige Wasserlilien ausgepflanzt worden. Weitere Wasservegetation ist nicht vorhanden.

Umgebungsbeschreibung:
In der unmittelbaren Umgebung befinden sich die Gebäude von der botanischen Fakultät sowie ein Souvenierladen. Der Teich liegt in der Nähe der Kakteensammlung.

Besonderheiten:
In dem Teich besteht der größte Teil der Fische aus Jungtieren. Erwachsene Exemplare waren nur schwer zu entdecken. In dem botanischen Garten befindet sich noch ein zweiter Teich. Dieser ist aber vollkommen zugewachsen mit Wasserpest. Hierin kommen nur Goldfische vor.

Lufttemperatur:
21,7 °C

Wassertemperatur:
11,1 °C

Wasserwerte:
PH: 7,3
KH: 3° dH
GH/TH: 0° dH
Nitratgehalt: 0 mg/l (ppm)
Nitritgehalt: 0 mg/l (ppm)

 

730-04 Bot.Garten_Mexiko_City
Girardinichthys viviparus
Fundort: Botanischer Garten der Universität in Mexiko-Stadt, Mexiko

 

 

 

Fundort:
Presa La Vega, Jalisco, Mexiko

Beschreibung:
BRIAN KABBES

Datum / Uhrzeit:
25.11.1999, 12.40 Uhr

Lage des Fundortes:
Stausee, südlich des Dorfes Teuchtitlan gelegen. Der Fundort ist zu erreichen durch einen Abzweig nach rechts von der Carretera 90 aus Tala kommend Richtung Ameca. Der Sandweg führt entlang des Stausees in Richtung des Dorfes La Vega.

Biotopbeschreibung:
Großer Stausee, mit sehr großen offenen Wasserflächen. Die Ränder des Sees sind dicht bewachsen mit Wasserhyazinthen. Das Wasser ist etwa 20-100 cm tief, trüb und von gelb-brauner Farbe. Der Stausee ist wahrscheinlich einige Meter tief. Der Boden besteht aus Schlamm. Die Tiere halten sich größtenteils zwischen den Wurzeln der Wasserhyazinthen auf.

Umgebungsbeschreibung:
In der direkten Umgebung stehen einige Häuser, von denen ein Teil verfällt. Der Staudamm liegt in der Nähe. Am Fangplatz ist ein Anlegesteg in das Wasser gebaut. Dieser Platz wird durch die lokale Bevölkerung häufig als Erholungsplatz genutzt.

Besonderheiten:
Die hier gefangenen Fische zeigen ohne Ausnahme einen starken Befall mit Hautparasiten.

Lufttemperatur:
23,1 °C, am 25.11.1999, um 12.40 Uhr.

Wassertemperatur:
20,8 °C, am 25.11.1999, um 12.40 Uhr.

Wasserwerte:
PH: 7,2
KH: 8° dH
GH/TH: 6° dH
Nitratgehalt: 0 mg/l (ppm)
Nitritgehalt: 0 mg/l (ppm)

 

 

Die Literatur wurde zusammengestellt von
508-Kees de Jong

Girardinichthys viviparus (Bustamante, 1837)

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