MILLER & FITZSIMONS, 1971 Deutsche Bezeichnung: Familie: Unterfamilie: Erstbeschreibung: Herkunft des Artnamens: Typusfundort: Meristische Angaben: Die Haltung ist relativ einfach. Da es seit den 70er Jahren in Europa relativ stabile Aquarienpopulationen gibt, haben sich die Haltungsansprüche der Ameca-Kärpflinge im Laufe der Zeit gewandelt. Sie tolerieren nun verhältnismäßig große Differenzen bei den einzelnen Parametern. An das Wasser (mindestens 10°dGH) werden keine großen Ansprüche gestellt. Die Haltungstemperatur des alkalischen Wassers kann am Tage zwischen 22 °C und 28 °C liegen. Diese hübsch gefärbte Art ist ein kräftiger und lebhafter Schwimmer. Daher ist im Aquarium, das mindestens 200 Liter Inhalt aufweisen sollte, auf ausreichenden Schwimmraum zu achten. Eine Vergesellschaftung mit anderen, auch größeren Gattungen ist problemlos möglich. Die Männchen erreichen eine Länge von 8 cm, die Weibchen von 12 cm. Einige im Aquarium geborene Männchen können aber durchaus auch die Länge der Weibchen erreichen. Insbesondere dominante Männchen machen durch ein intensiv gelbes Querband am Hinterrand der Schwanzflosse auf sich aufmerksam. Die Körperfärbung ist bei beiden Geschlechtern eher gräulich; dazu zeigen sich noch einige schwarze Tüpfel. Sowohl bei den Männchen als auch bei den Weibchen erstreckt sich über die Mitte des Körpers von den Kiemendeckeln bis zur Schwanzwurzel ein aus dunklen Punkten zusammengesetztes Längsband. Ältere Männchen zeigen zudem einen herrlichen grün-metallischen Schimmer auf Rücken und Flanken. Die Rückenflosse des Männchens ist wesentlich größer als die der Weibchen. Bis auf die Schwanz-, die Rücken- und die Afterflosse sind alle Flossen bei beiden Geschlechtern transparent. Bei älteren Männchen (hier meist die dominanten Tiere) können auch die äußeren Enden von Dorsale und Anale gelb gefärbt sein. Es existieren unzählige Aquarienpopulationen in den unterschiedlichsten Farbvariationen. Dieses wird auch auf den unten stehenden Fotos deutlich sichtbar. Viele Liebhaber beschäftigen sich mit Ameca splendens. Die Tiere sehr ansprechend gefärbt. Bei der Balz oder dem Imponieren gegenüber anderen Männchen zeigen sich die männlichen Tiere in den schönsten Farben. Rote, gelbe und schwarze Töne herrschen vor. Der Körper wirkt insgesamt hochrückig; besonders bei älteren Männchen kann eine Neigung zur ausgeprägter Buckelbildung beobachtet werden. Interessanterweise beginnen die Weibchen mit der Balz. Es zittert zunächst leicht, wobei es sich schräg vor das Männchen stellt. Intensiviert sich dieses Schütteln, so imponiert nun auch das Männchen vor dem Weibchen; es beginnt ebenfalls, sich zu schütteln. Schließlich schwimmen beide Partner zueinander. Die sich anschließende Paarung bildet den Abschluss der Balz. Die Zucht ist einfach und ergiebig. Da Ameca splendens kein Vorratssperma (wie z.B. die Guppys) anlegt, ist für jede erneute Trächtigkeit eine Paarung erforderlich. Es werden nach einer Trächtigkeitsdauer von 55-60 Tagen pro Wurf bis zu 30 Junge abgesetzt. Die Jungtiere können bei der Geburt bis zu 20 mm lang sein und werden von den Alttieren nicht verfolgt. Die anhaftenden Nabelschnüre (Trophotaenien) verschwinden nach spätestens 2 - 3 Tagen.
Bedingt durch die Größe der Jungfische bei der Geburt bereitet auch die weitere Aufzucht keine Probleme. Artemia und feines Flockenfutter wird willig genommen. Im Alter von 3 Monaten werden die Tiere geschlechtsreif. Die Männchen sind dann ausgefärbt und sehen prächtig aus. Die Weibchen werfen im Alter von ca. 5 Monaten die ersten Jungen. Bei einer Größe von etwa 5 cm der Weibchen ist die Nachkommenzahl pro Wurf noch entsprechend gering. Nach dem Werfen ist der Bauch der Weibchen so extrem eingefallen, dass man meinen könnte, sie überleben nicht. Aber die Weibchen erholen sich bei guter Fütterung schnell wieder. Balz- und Drohverhalten der Männchen sind imponierende Schauspiele und sind es wert, beobachtet zu werden. Die Männchen von Ameca splendens legen eine Rangfolge fest, die durch Kämpfe untereinander ermittelt wird. Zwei kämpfende Männchen stellen sich Seite an Seite nebeneinander, richten alle Flossen auf und schlagen mit raschen Schwanzschlägen gegeneinander. Es können Maulstöße in die Flanken des Gegners folgen; aber es kommt selten zu ernsthaften Verletzungen. Selbst die Flossenränder bleiben heil. Wenn die Tiere eine gewisse Zeit beobachtet werden, ist das Alpha-Männchen an seiner Dominanz und dem intensiv leuchtenden gelben Querband am Hinterrand der Schwanzflosse deutlich zu erkennen. Bei den dominanten Männchen können auch die äußeren Enden von Dorsale und Anale gelb gefärbt sein. Andere, rangniedrige Männchen werden verjagt. Sie zeigen kaum ihre volle Färbung und wachsen auch nicht richtig heran. Bei nur 2 oder 3 Männchen im Aquarium kann es möglicherweise durch die permanente Unterdrückung (Stress) zum Tode der rangniederen Tiere kommen. Werden dagegen viele Männchen (8-10, mit ausreichend Weibchen dazu) im Aquarium gehalten, verteilen sich die Aggressionen und werden durch den ständig vorhandenen Reizüberfluss auch nicht mehr so deutlich ausgelebt. Ungeachtet dessen sind Versteckmöglichkeiten in Form von Pflanzenbewuchs, Steinaufbauten und Wurzelholz im Aquarium wünschenswert. In der Natur besteht die Wasservegetation aus Ceratophyllum und Hyazinthen. Die dort vereinzelt vorkommenden großen Gesteinsbrocken im Fluss sind dicht mit Algenpolstern bedeckt. Ameca splendens ist ein stets neugieriger und hungriger Goodeide.
Titel: Alle Lebendgebärenden, Foto von: MANFRED K. MEYER Fundort: Rio Ameca, Jalisco, Mexiko, Wildform, Männchen, 8,5 cm.
Foto von: MANFRED K. MEYER Fundort: Rio Ameca, Jalisco, Mexiko, Wildform, Weibchen, 10 cm.
Foto von: W. SCOTT
Titel: Alle Lebendgebärenden, Foto von: MIGGE / REINHARD Aquarien-Population, Nachzucht, Männchen, 8,5 cm.
Titel: Alle Lebendgebärenden, Foto von: J. GLASER Aquarien-Population, Nachzucht, Weibchen, 10 cm.
Titel: Alle Lebendgebärenden, Foto von: E. SCHRAML Aquarien-Population, Nachzucht, Männchen, 8,5 cm.
Titel: Alle Lebendgebärenden, Foto von: E. SCHRAML Aquarien-Population, Nachzucht, Weibchen, 10 cm.
Titel: Alle Lebendgebärenden, Foto von: E. SCHRAML Aquarien-Population, Nachzucht, Weibchen, 10 cm.
Foto von: UWE DOST Aquarien-Population, Nachzucht, Männchen, 8,5 cm.
Titel: Alle Lebendgebärenden, Foto von: UWE DOST Aquarien-Population, Nachzucht, Weibchen, 10 cm.
Titel: Alle Lebendgebärenden, Foto von: JUAN CARLOS MERINO Aquarien-Population, Nachzucht, Männchen, 8,5 cm
Titel: Alle Lebendgebärenden, Foto von: JUAN CARLOS MERINO Aquarien-Population, Nachzucht, Männchen, 8,5 cm.
Titel: Alle Lebendgebärenden, Foto von: JUAN CARLOS MERINO Aquarien-Population, Nachzucht, Weibchen, 10 cm.
Foto: W. SCOTT
Foto: W. SCOTT
Foto: ERIK OLSON
Foto: ROGER WINTER
Foto: ROGER WINTER
Interessanter Reisebericht von Uwe Dost
Fundorte:
Fundort: Beschreibung: Datum / Uhrzeit: Lage des Fundortes: Biotopbeschreibung: Umgebungsbeschreibung: Besonderheiten: Lufttemperatur: Wassertemperatur: Wasserwerte:
Fundort: Oberlauf des Rio Teuchitlan, Jalisco, Mexiko
Fundort: Oberlauf des Rio Teuchitlan, Jalisco, Mexiko
Fundort: Oberlauf des Rio Teuchitlan, Jalisco, Mexiko
Die Literatur wurde zusammengestellt von:
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