RAUCHENBERGER, 1988 Deutsche Bezeichnung: Bereits 1957 fingen R. R. MILLER & M. MILLER in einem Seitenfluß des Rio Atenguillo, der im Ameca-Becken liegt, einen Goodeiden, dessen Beschreibung erst Jahrzehnte später erfolgen sollte. Diese Art wurde zunächst als Allodontichthys spec. bekannt. Das Chromosomenbild war seit 1983 bekannt. Allerdings bietet es keine solchen Besonderheiten, als dass man aufgrund dessen eine neue Art beschreiben konnte. So mussten andere, klassische Merkmale herangezogen werden. Die neue Art, Allodontichthys polylepis RAUCHENBERGER, 1988, unterscheidet sich hauptsächlich durch die deutlich höhere Anzahl der Schuppen in der Längslinie (im Durchschnitt 48, während die andere Allodontichthys-Arten nur durchschnittlich 40 aufweisen). Zwar kommt es vor, dass Vertreter dieser Art nur 42 Schuppen in der Längslinie haben, während andere Gattungsangehörige bis zu 44 davon haben können. Ein weiteres wichtiges Kennzeichen ist die geografische Isolation von Allodontichthys polylepis. Während die bisher beschriebenen Allodontichthys-Arten alle relativ nahe beieinander im Rio Tuxpan- bzw. Rio Coahuayana- und Rio Armeria-Einzugsgebiet in einem Radius von kaum mehr als 50 km vorkommen, liegt das Vorkommen von Allodontichthys polylepis im oberen Rio Ameca. Typusfundort: Rio Protero Grande (gehört zum Rio Ameca-Becken), 9 km östlich von Ameca an der Straße nach Guachinango, Jalisco, Mexiko. Dieser Fundort ist mehr als 200 km von den anderen Fundorten entfernt. Neben diesen deutlichen Unterschieden gibt es noch eine ganze Anzahl morphologischer Differenzen, die, alle zusammen genommen, eine eindeutige Abgrenzung zu den anderen Arten zulassen. Zu Allodontichthys zonistius bestehen außerdem Unterschiede in der Färbung, Allodontichthys tamazulae ist ähnlich gefärbt, zeigt aber deutlich weniger Schuppen in der Seitenlinie und Allodontichthys hubbsi hat nicht nur eindeutig dreispitzige Zähne, sondern auch Geschlechtschromosomen, die bei den anderen Arten nicht feststellbar sind. Allodontichthys polylepis zählt, wie auch die anderen Allodontichthys-Arten,, zu den kleineren Goodeiden. Die Weibchen erreichen eine Länge von 6-7 cm, die Männchen eine Länge bis zu 6 cm. Bei der Art Allodontichthys polylepis sollten wegen der Aggressivität der Tiere ausreichend große Becken (ab 40 Liter Inhalt pro Tier) zum Einsatz kommen, die mit genügend Versteckmöglichkeiten in Form von Pflanzenbewuchs, Steinaufbauten und Wurzelholz ausgestattet sein müssen. Die Wassertemperatur sollte zwischen 20 °C und 24 °C liegen, wobei Schwankungen der Tages- und Nachttemperatur wünschenswert sind. Das Wasser sollte hart sein und einen ph-Wert von 7 und mehr haben. Allodontichthys polylepis hat eine stark bodenorientierte Lebensweise und lebt zurückgezogen in Steinaufbauten oder Wurzelholz. Die revierbildenden Männchen verteidigen ihr besetztes Territorium energisch gegen alle Eindringlinge. In der Ernährung ist die Art anspruchslos, d.h. Flocken-, Frost- und Lebendfutter aller Art wird angenommen, wobei ein pflanzlicher Anteil nicht fehlen darf. Daher sollte überbrühter Blattspinat als Ergänzungsfutter gereicht werden. Ebenso sollten Algen im Aquarium vorhanden sein, die ein zusätzliches Futter darstellen. Die Zucht stellt sich etwas schwieriger dar und gelingt wohl auch nur erfahrenen Pflegern. Pro Wurf kommen nur wenige Jungfische zur Welt. Diese werden von den Alttieren verfolgt. Ausreichende Versteckmöglichkeiten müssen daher für die Jungfische vorhanden sein.
Titel: Alle Lebendgebärenden, Foto von: OTTO BÖHM Fundort: Rio Estancuela, Mexiko, Wildform, Weibchen, 5,5 cm
Foto: UWE DOST
Fundorte: Fundort: Beschreibung: Datum / Uhrzeit: Lage des Fundortes: Biotopbeschreibung: Umgebungsbeschreibung: Besonderheiten: Lufttemperatur: Wassertemperatur: Wasserwerte:
Fundort: Rio Potrero Grande, Jalisco, Mexiko
Fundort: Beschreibung: Datum / Uhrzeit: Lage des Fundortes: Biotopbeschreibung: Umgebungsbeschreibung: Besonderheiten: Lufttemperatur: Wassertemperatur: Wasserwerte:
Fundort: Puente Davalos, Jalisco, Mexiko
Die Literatur wurde zusammengestellt von:
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