Ojo de Agua de San Juan Die Quelle „Ojo de Agua de San Juan“ (N 23°57.102, W 104°16.121, 1807 Meter über NN) scheint das stabilste aller Characodon-Habitate zu sein, da reichlich Wasser vorhanden und die Verschmutzung gering ist. Ojo de Agua ist ein beliebter Ort für Picknicks, wird von den Anwohnern gut behütet und verfügt anscheinend über ausreichende Wassermengen. Die Quelle ist mindestens 100 Meter lang, 20 Meter breit und über zwei Meter tief, meist mit Sand-oder Felsboden und einigen Lehmabschnitten ausgestattet. Das Wasser ist klar mit einer Sichtweite von über zwei Metern und einer gesunden Vielfalt an Wasservegetation (Ceratophyllum demersum, Lemna sp., Potamogeton sp., Nymphaea sp.). Zwei auchtochthone Arten teilen sich das Biotop: der Cyprinide Dionda episcopa und der Characide Astyanax sp. Aber auch hier ist nicht alles perfekt, denn unglücklicherweise wurden Exoten eingeführt, nämlich Xiphophorus helleri und Oreochromis aureus. Die langfristigen Auswirkungen dieser Faunenverfälschung sind unklar. Die Schnappschildkröte Chelydra serpentina ist ebenfalls in diesem Habitat heimisch. Im Ojo de Agua de San Juan neigt C. lateralis (aquaristisch bekannt als C. lateralis „Los Berros“) weniger dazu, sich in der Vegetation zu verstecken, da das tiefere Habitat sicher mehr Schutz vor Vögeln bietet, so dass einzelne Tiere unbeirrt über den Boden schwimmen und Futter und Algen aufnehmen, wohl ihr normales Verhalten. Im Aquarium scheint diese Population die am wenigsten aggressive zu sein. Ihre Färbung ist kräftig gelb bis golden. Wie bei den Amado-Nervo-Fischen zeigen einige Männchen rote Bauch- und Schwanzflossen mit breiten schwarzen Rändern. Diese Population besitzt ein deutliches Muster auf den Flanken; charakteristisch ist eine unregelmäßige, längliche Reihe schwarzer Kleckse, die bei den Weibchen häufiger sind. Wassermessungen ergaben etwa pH 7,8 / 10° dGH und ungefähr 24 °C mit einigen Schwankungen im Jahresverlauf. |