JORDAN & GILBERT, 1883 Characodon furcidens JORDAN & GILBERT, 1883 Ilyodon paraguayense EIGENMANN, 1907 Ilyodon furcidens TURNER, 1937 Balsadichthys xantusi HUBBS & TURNER, 1939 Ilyodon xantusi MILLER & FITZSIMONS, 1971 Ilyodon furcidens amecae KINGSTON, 1979 Ilyodon amecae RADDA, 1989 Deutsche Bezeichnung: Colima - Kärpfling Familie: Goodeidae JORDAN, 1923. Unterfamilie: Goodeinae JORDAN, 1923. Erstbeschreibung: JORDAN, D. S. & GILBERT, C. H. (1882): Catalogue of the fishes collected by Mr. John Xantus at Cape San Lucas, which are now in the US Nat. Mus., with descriptions of eight new species. Proc. US Nat. Mus., 5: pp. 353-371 Herkunft des Artnamens: furcidens (lat.) = gegabelte Zähne Typusfundort: Unklar, JORDAN & GILBERT geben Cape San Lucas an. HUBBS (1932) erkennt anscheinend den Irrtum und gibt Colima als Verbreitungsgebiet bekannt. Meristische Angaben: Dorsale = 14-17 Flossenstrahlen; Ventrale = 6 Flossenstrahlen; Pectorale = 14-16 Flossenstrahlen. Ilyodon furcidens stammt aus Flüssen und Teichen in den mexikanischen Bundesstaaten Colima und Jalisco. Diese Goodeiden werden gewöhnlich in schnellfließenden Gewässern angetroffen, welche die südlichen Hänge der Mesa Central zum Pazifik hin entwässern. Die Männchen und Weibchen erreichen eine Körperlänge von etwa 10 cm. Die Haltung der Art Ilyodon furcidens gelingt problemlos. Becken ab 80 Liter Inhalt sollten zur Verfügung stehen. Die Wassertemperatur sollte zwischen 18 °C und 26 °C liegen. Das harte Wasser sollte einen ph-Wert von ca. 7 bis 9 aufweisen. Da es sich bei Ilyodon furcidens um einen friedlichen Fisch handelt, ist eine Haltung im Gesellschaftsbecken problemlos möglich. Weil sich die Männchen untereinander häufiger jagen, ohne sich allerdings zu verletzen, sollten Versteckmöglichkeiten im Becken in Form von Pflanzenbewuchs, Steinaufbauten und Wurzelholz vorhanden sein. Ebenso ist es von Vorteil, mehrere Männchen gleichzeitig zu pflegen, da sich dann mögliche, aber seltene Streitereien auf mehrere Tiere verteilen. Ilyodon furcidens ist ein lebhafter, schwimmfreudiger Fisch, der daher auch Wasserströmung im Becken gut verträgt. Mit zunehmendem Alter kann sich bei den Tieren ein kleiner Nackenbuckel ausbilden. In der Ernährung ist Ilyodon furcidens anspruchslos, d.h. Flocken-, Frost- und Lebendfutter aller Art wird angenommen, wobei ein pflanzlicher Anteil nicht fehlen sollte. Ebenso sollten Algen im Aquarium vorhanden sein, die ein zusätzliches Futter darstellen. In der Natur sind die Lebensräume von Ilyodon furcidens recht unterschiedlich; aber ein dichter Algenbewuchs findet sich überall. Die Zucht gelingt eigentlich von allein. Es werden nach einer Trächtigkeitsdauer von etwa 7 - 8 Wochen pro Wurf bis ca. 20 Jungfische abgesetzt, die bei der Geburt bereits 15-20 mm groß sein können. Daher bereitet auch die weitere Aufzucht keinerlei Probleme. Wird Ilyodon furcidens im Artbecken gehalten, wird der Nachwuchs bald überhand nehmen, zumal die Alttiere den Jungen nicht nachstellen. Die höchste mir bekannt gewordene Wurfzahl betrug 54 Jungtiere in einem Wurf! Ilyodon furcidens, Weibchen Foto von: Ron Anderson Ilyodon furcidens, Männchen Fundort: Los Reyes del Sagado Foto von: Uwe Dost Fundort: Zacapu-Kanal, Michoacán, Mexiko Beschreibung: BRIAN KABBES Datum / Uhrzeit: 07.12.1998, 9.20 Uhr Lage des Fundortes: Kanal an der östlich der Stadt Zacapu, der vom Zacapu-See zum Stausee Presa Aristeo Mercado fliesst. Das Biotop liegt in in der Nähe einer Eisenbahnlinie. Biotopbeschreibung: Der Kanal ist ungefähr 4-5 m breit und hat eine nicht bekannte Tiefe. Das Wasser fliesst mäßig schnell und hat eine trübe graue Färbung. Der Bodengrund besteht aus fettigem, lehmigem Schlamm. Entlang des Ufers wachsen verschiedene Wasser- und Sumpfpflanzen. Wasserhyazinthen sind hier und da als Treibpflanzen zu sehen. Die vorhandenen Fische halten sich hauptsächlich in ruhigen Buchten und flachem Wasser auf. Umgebungsbeschreibung: In der unmittelbaren Umgebung befinden sich etliche Fabriken und Wohnhäuser. Ein großer Sportplatz befindet sich in einigem Abstand. Besonderheiten: Genau wie im Zacapu-See enthält das Wasser in diesem Biotop auch eine geringe Konzentration an Schwefel. Lufttemperatur: 11,1 °C Wassertemperatur: 17,4 °C Wasserwerte: PH: 6,4 KH: 1° dH GH/TH: 3° dH Nitratgehalt: 0 mg/l (ppm) Nitritgehalt: 0 mg/l (ppm) Fundort: Los Reyes de Salgado (in der näheren Umgebung), Jalisco, Mexiko Beschreibung: BRIAN KABBES Datum / Uhrzeit: 08.12.1998, 14.30 Uhr Lage des Fundortes: Ein namenloser kleiner Fluss, 3400 m südlich von Los Reyes de Salgado gelegen. Biotopbeschreibung: Ein schmaler und schnellströmender kleiner Bach, der unter der Straße durch fliesst. Das Wasser ist 10-50 cm tief und grau-blau gefärbt. Der Bodengrund ist nicht sichtbar. Die Sichttiefe beträgt ungefähr 5 cm. Außer Gräsern und einigen Wasserhyazinthen gibt es keine Wasservegetation. Unter der Brücke befindet sich ein Teich von ungefähr 10x4 m. Die Wassertiefe beträgt mehr als 100 cm. Der Bodengrund dieses Biotops besteht aus schlammigem Lehm und abgestorbenen Pflanzenteilen. Umgebungsbeschreibung: Hügelige Landschaft mit einigen Bauernhöfen in der Nähe. In der unmittelbaren Nähe des Fundortes grasen Kühe auf Weiden. Entlang des Ufers stehen einige Sträucher. Besonderheiten: In der Umgebung fließen noch weitere Bäche, die aber aus Zeitmangel nicht untersucht werden konnten. Im Gegensatz zu den Literaturangaben ist Allotoca regalis an diesem Fundort nicht selten, sondern in größerer Anzahl vorhanden. Lufttemperatur: 29,7 °C Wassertemperatur: 19,1 °C Wasserwerte: PH: 7,0 KH: 4° dH GH/TH: 7° dH Nitratgehalt: 0 mg/l (ppm) Nitritgehalt: 0 mg/l (ppm) Fundort: Los Reyes de Salgado, Michoacán, Mexiko Beschreibung: BRIAN KABBES Datum / Uhrzeit: 11.12.1998, 15.35 Uhr Lage des Fundortes: Abwasserkanal südlich des Dorfes Los Reyes de Salgado. Biotopbeschreibung: Ein schnellströmendes, verzweigtes System von Abwasserkanälen. Diese Kanäle dienen zur Entwässerung der umliegenden Zuckerrohrfelder. Die Kanäle liegen entlang eines breiten Sandweges, der durch die Felder führt. Der Kanal ist zwischen 100 und 300 cm breit und 20-80 cm tief. Außer einigen überhängenden Uferpflanzen ist keine Wasservegetation vorhanden. Das Wasser ist milchig trübe und der Boden ist dann auch meistens nicht zu sehen. Der Bodengrund besteht aus schlammigem Lehm. Umgebungsbeschreibung: Zuckerrohrfelder liegen rund um den Fundort. In der unmittelbaren Umgebung gibt es keine Bebauung. Besonderheiten: Die Fische halten sich in stillen Buchten und Seitenarmen auf. Lufttemperatur: 28,3 °C Wassertemperatur: 19,4 °C Wasserwerte: PH: 6,8 KH: 2° dH GH/TH: 6° dH Nitratgehalt: 0 mg/l (ppm) Nitritgehalt: 0 mg/l (ppm) Fundort: Los Reyes de Salgado, Michoacán, Mexiko Beschreibung: BRIAN KABBES Datum / Uhrzeit: 17.12.1999, 14.05 Uhr Lage des Fundortes: Bach, am südlichen Rand des Dorfes am Weg nach Uruapan. Gegenüber befindet sich eine Polizeistation. Biotopbeschreibung: Schnellfließender, verzweigter Bach. Der Bach ist 100 bis 200 cm breit und 30 bis 80 cm tief. Das Ufer ist an einigen Stellen stark mit Gräsern zugewachsen. Das Wasser ist klar, mit leichtem gräulichem Schleier. Das Wasser ist bis auf den Grund durchsichtig. Der Bodengrund besteht aus fettem Lehm und organischem Material. Die Fische halten sich in schwach fließenden Bereichen und an seichten Stellen auf. Umgebungsbeschreibung: Dieses Biotop liegt am Rande der Bebauung. Daher stehen in der unmittelbaren Umgebung einige Wohnhäuser. In etlicher Entfernung befindet sich eine kleine Polizeistation. Der Bach fließt durch etliche Felder, auf den Kleinfrüchte angebaut werden. In einigem Abstand befinden sich einige Zuckerrohrfelder. Besonderheiten: Im Gegensatz zu 1998 haben sich die Wasserläufe doch einigermaßen verändert. Die unmittelbar am Bach liegenden Felder werden reichlich mit unterschiedlichen Chemikalien besprüht. Durch Wind oder Wasser gelangt ein Teil dieser Chemikalien in den Bach und führt zu einer Belastung des Wassers. Lufttemperatur: 27,9 °C Wassertemperatur: 18,5 °C Wasserwerte: PH: 7,0 KH: 3° dH GH/TH: 5° dH Nitratgehalt: 0 mg/l (ppm) Nitritgehalt: 0 mg/l (ppm) Die Literatur wurde zusammengestellt von
 Ilyodon furcidens (Jordan & Gilbert, 1882) B. Bishopp (1985) : The gold breasted goodeid. Livebearers (84): 3-5 O. Böhm (1989) : Fische aus dem Hochland Mexikos. TI (93): 19-20 G.M. Clayton & D.J. Price (1992) : Interspecific and intraspecific variation in resistance to ichtyophthiriasis among poeciliid and goodeid fishes. Journal of Fish Biology (40): 445-453 J. Dawes (1998) : Goodeiden Teil 3 (Schluß): Kurzbeschreibungen zu einigen Arten (2). Das Aquarium (343): 8-11 H. Flöthmann (1991) : Beobachtungen bei der Haltung und Zucht von Goodeiden. DGLZ-Rundschau (4): 83-85 R.C. Griffiths (1986) : Goodeids I have loved (or liked, anyway). Livebearers (85): 8-9 C. Grimes (1980) : Birth is not always a "blessed event". Livebearers (52): 3-5 P. Hartman (1984) : Transporting goodeids. Livebearers (75): 19-19 P. Hartman (1989) : Ilyodon furcidens. Livebearers (104): 17-18 H. Hieronimus (1984) : Sind Ilyodon furcidens und Ilyodon xantusi nur Morphen einer einzigen Art?. DGLZ-Rundschau (4): 72-75 H. Hieronimus (1987) : Chromosomenuntersuchen an Ilyodon furcidens. DGLZ-Rundschau (3): 4-6 H. Hieronimus (1988) : Zur Wurfzahl von Lebendgebärenden, speziell Ilyodon xantusi. DGLZ-Rundschau (2): 20-20 H. Hieronimus (1990) : Zum Thema Kreuzungen bei Lebendgebärenden. DGLZ-Rundschau (4): 6-7 H. Hieronimus (1990) : Zu einigen Fragen der Erstbeschreiber im Buch "Lebendgebärende Zierfische von Meyer, Wischnath & Förster. DGLZ-Rundschau (3): 21-22 C.L. Hubbs & C.L. Turner (1939) : Studies of the fishes of the order Cyprinodontes. XVI. A revision of the Goodeidae. Miscellaneaous Publications University of Michigan (42): 1-80 K. de Jong (1985) : Hooglandkarpers. Poecilia Nieuws (2): 14-15 B. Kabbes (1999) : Vangreis van Brian en Simone Kabbes, Mexico 1998 Conclusies en bevindingen Familie Goodeidae. Poecilia Nieuws (2): 22-35 D. Lambert (2000) : Ilyodon furcidens (Jordan & Gilbert, 1882). Viviparous (49): 0- J.K. Langhammer (1994) : The lost treasure of the Aztecs Part VI - recent changes in the family Goodeidae. Livebearers (78): 3-3 J. Lyons (1997) : Fishes from the land of the trucha de tierra caliente. Freshwater & Marine Aquarium (7): 127-136 J. Lyons & S. Navarro-Perez (1990) : Fishes of the Sierra de Manantlan, West-Central Mexico. The Southwestern Naturalist (1): 32-46 S.E. Meek (1904) : The fresh water fishes of Mexico north of the Isthmus of Tehuantepec. Field Columbian Museum - Zoology (5): 1-252 M.K. Meyer (1988) : Mexikanische lebendgebärende Hochlandkärpflinge der Gattung Ilyodon. TI (88): 28-29 M.K. Meyer & W. Förster (1983) : Eine neue Ilyodon-Art aus Guerrero, Mexiko. Zoologische Abhandlungen, Staatliches Museum fur Tierkunde Dresden (16): 257-263 J. Paulo-Maya & P. Trujillo-Jiménez (2000) : Nueva especie de Ilyodon (Cyprinodontiformes: Goodeidae) de la cuenca de rÍo Balsas, México. Rev. Biol. Trop (48): 465-472 A.C. Radda (1986) : Cyprinodonte vissen in Mexico 3. Poecilia Nieuws (2): 40-43 A.C. Radda (1986) : De Goodeidae van Mexico; deel II. TI'H (44): 11-14 J. Sabisch (2002) : Ilyodon xantusi Ein Erfahrungsbericht mit Hochlandkärpfling (Goodeiden). Aquaristik-Aktuell (2): 20-23 P. Schubert (1991) : Goodeiden im Pflanzenbecken - Helfen oder ...?. DGLZ-Rundschau (1): 16-16 H. Seeliger (1986) : Ein schöner Goodeide - Ilyodon furcidens. ZAG Lebendgebärende Zahnkarpfen (2): 7-8 B.J. Turner (1992) : Het verhaal van de Ilyodon. Poecilia Nieuws (1): 9-11 B.J. Turner (1992) : Het verhaal van de Ilyodon II. Poecilia Nieuws (2): 39-41 J. Vente (1985) : Hooglandkarpers, Goodeidae. Het Aquarium (3): 74-78 J. Vente (1986) : Ilyodon xantusi. Poecilia Nieuws (3): - L. Wischnath (1996) : Hooglandkarpers uit Mexico. Het Aquarium (2): 32-36 G. Zurlo (1986) : Ilyodon xantusi, ein interessanter Hochlandkärpfling. Das Aquarium (November): 570-572 |