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Characodon audax "El Toboso"

SMITH & MILLER, 1986

Characodon audax SMITH & MILLER, 1986
Characodon spec. RADDA, 1984
Characodon audax SMITH & MILLER, 1986

Deutsche Bezeichnung:
Schwarzer Prinz / Frecher Characodon

Typusfundort:
Quellteich bei El Ojo de Agua de Las Mujeres, nahe der Ortschaft El Toboso, Durango, Mexiko.

Zusammen mit Hubbsina turneri scheint Characodon audax zur Zeit der am meisten begehrte Goodeide zu sein.

Bei einer Sammelexpedition im Norden Mexikos fingen R.R. MILLER und seine Begleiter 1982 in einem Quellteich bei Oja de Agua de Las Mujeres einen Goodeiden, der schon äußerlich deutliche Unterschiede zu der bisher einzigen bekannten Art der Gattung Characodon, Characodon lateralis (GÜNTHER 1866) aufwies. 1986 wurde diese Art als Characodon audax beschrieben.

Schon der Name “audax”, der sich aus dem Lateinischen mit “kämpferisch” übersetzen lässt, deutet auf den aggressiven Charakter dieses an sich kleinen Goodeiden hin.

In der Körperform erinnert diese Art stark an Characodon lateralis. Ein gutes Unterscheidungsmerkmal ist die Anzahl der Rückenflossenstrahlen, die bei Characodon audax mit 10 (Weibchen) bis 11 (Männchen) genau um einen niedriger liegt als bei Characodon lateralis. Auch die Brustflossen der Männchen sind etwas kleiner .

Ein noch deutlicherer Unterschied ist aber die Färbung der Männchen. Während Characodon lateralis auf den Körperseiten Gelb- und Rottöne auf grünlichem Grund zeigt, sind die Männchen von Characodon audax fast schwarz. Nur der Bereich der Bauch- und Brustflossen sowie Brust- und Kopfunterseite sind gelblich-orange. Auf den Körperseiten befinden sich einige silbrig oder bläulich irisierende Schuppen. Diese Gesamterscheinung trug ihm den Namen “Schwarzer Prinz” ein. Die Weibchen von Characodon audax und Characodon lateralis sind nur schwer zu unterscheiden und dürfen deshalb nicht vergesellschaftet werden.

Das Ovar der Characodon audax-Weibchen ist wie bei den meisten anderen Goodeiden ausgebildet. Die Trophotaenien der Jungtiere ähneln stark denen von Characodon lateralis.

Chromosomen-Untersuchungen haben ergeben, dass Characodon audax, ebenso wie Characodon lateralis, 24 große diploide, metazentrische Chromosomen besitzen. Da die primitivsten Goodeiden 48 telozentrische Chromosomen haben, handelt es sich bei Characodon um eine höher entwickelte Gattung.

Characodon audax ist bisher nur von der Typuslokalität bekannt, einer von mehrereren kleinen Quellen, die alle in den zeitweise austrocknenden See im semi-ariden Becken der Laguna El Toboso münden. Diese Lagune ist nur durch eine kleine Schwelle von nicht mehr als 50 Metern Höhe von den benachbarten Vorkommen von Characodon lateralis getrennt.

Characodon audax lebt sowohl im Bach über Schlamm, Sand und einigen Steinen als auch im Teich.

Diese kleinen Goodeiden kommen mit Becken ab 50 Liter aus. Wegen der hohen innerartlichen Aggressivität (nur bei Männchen) müssen jedoch viele Verstecke (Steinaufbauten, Holz) und ein dichter Pflanzenbewuchs vorhanden sein. Die Haltung mehrerer Männchen ist auch bei dieser Art vorteilhaft, da sich dann die Aggressionen auf mehrere Tiere verteilen und somit der Leidensdruck einzelner Männchen gemindert wird. Das Bekämpfen der Männchen kann so extrem sein, dass ein beteiligtes Tier nicht selten an den Folgen stirbt.

 

398-Characodon-audax-El-Toboso-Lyons
Characodon audax “El Toboso”
Foto von: John Lyons

 

Die heute in Europa befindlichen Exemplare von Characodon audax stammen wahrscheinlich alle von nur 2 Paaren ab, die IVAN DIBBLE seinerzeit direkt aus den USA von Prof. MILLER bekommen konnte.

Die Temperaturen des alkalischen Wassers sollten im Bereich zwischen 22 °C und 24 °C liegen. Als Nahrung wird Lebendfutter bevorzugt. Daneben wird auch überbrühter Blattspinat, Frost- und Flockenfutter willig angenommen. Ein Algenbewuchs im Aquarium wäre als zusätzliche Futterquelle wünschenswert.

Die Geschlechtsreife tritt ca. 4 Monate nach der Geburt ein. Die Jungen wachsen nicht sehr schnell. Die Geschlechter lassen sich nach ungefähr sechs Wochen unterscheiden. Die Zucht gelingt häufiger. Jüngere Weibchen werfen etwa alle zwei Monate bis zu 10 Jungfische. IVAN DIBBLE berichtet von einem Wurf von 63 Jungtieren bei einem besonders großem Weibchen.

Characodon audax kann mit Characodon lateralis gekreuzt werden. Daher sollten diese beiden Arten nicht zusammen gehalten werden.

Dr. DIETMAR KUNATH, Deutschland, hat sich im Jahre 1990 mit der Kreuzung zwischen Characodon audax und Characodon lateralis befasst. Nachfolgend der Bericht:

Die Verkreuzung zu Art-, Gattungs- oder gar Familienbastarden lassen bestimmt Schlussfolgerungen in genetischer und taxonomischer Richtung zu und gestatten gleichzeitig gewisse Aussagen zur Tiefe und zum Alter einer Art sowie zu ihrer Abstammung. Individuen verschiedener Arten kreuzen sich nicht, wenn die Artherausbildung genügend weit und arttypisch erfolgt ist.

In diesem Zusammenhang sollte man noch zwischen freiwilliger und erzwungener Kreuzung unterscheiden, letztere unter den Bedingungen enger Vergesellschaftung von Individuen eines Geschlechts der einen Art mit Exemplaren des anderen Geschlechts einer anderen Art. Bei Kreuzungsversuchen im Aquarium lassen sich gerade bei Lebendgebärenden mit innerer Befruchtung bei der Paarung alle möglichen Bedingungen zwischen freiwilliger und erzwungener Kreuzung experimentell vorgeben. Ihre Ergebnisse können somit bei sachgemäßer Beschreibung auch für den ichthyologischen Erkenntniszuwachs genutzt werden.

In einem gut bepflanzen 70-Liter-Aquarium (Vallisneria spiralis forma tortifolia) pflegte ich seit März 1989 folgende Arten der Familie Goodeidae (JORDAN, 1880):

Ataeniobius toweri (MEEK, 1904) 2/1/0 (das heißt: 2 erwachsene Männchen, 1 erwachsenes Weibchen, 0 Jungtiere), Characodon audax (SMITH & MILLER, 1986) 1/1/0, Characodon lateralis (GÜNTHER, 1866) 11/8/10, Skiffia bilineata (BEAN, 1898) 4/5/6, Skiffia francesae (KINGSTON, 1978) 3/3/4, Xenotoca variata (BEAN, 1888) 1/1/0 und Zoogoneticus quitzeoensis (BEAN, 1898) 1/1/0.

Während Ataeniobius toweri, Skiffia bilineata, Skiffia francesae und Xenotoca variata Nachzuchten nur durch Separation hochträchtiger Weibchen bzw. frisch geworfener Jungfische erhalten werden konnte, vermehrte und vermehrt sich auch jetzt noch Characodon lateralis selbständig im Gesellschaftsbecken. Die Zoogoneticus quitzeoensis starben, ohne Nachzucht zu produzieren, im Mai / August 1989. Characodon audax warf nach seinem Einsetzen in das 70-Liter-Aquarium zweimal einige Jungfische, die aber nicht überlebten.

Am 11.09.1989 wurde deshalb das hochträchtige Characodon audax - Weibchen in ein 20-Liter-Aquarium gesetzt, wo es am 04.10.1989 sechs Jungfische und am 05.10.1989 sieben Jungfische gebar. Sie zeigten zunächst eine gleichmäßige Graufärbung, also ein völlig anderes Jugendkleid als Characodon lateralis. Am 20.11.1989 ließen sich vier Männchen und 9 Weibchen identifizieren, wobei diese Tiere schon große Ähnlichkeit mit halbwüchsigen Characodon lateralis angenommen hatten. Diese Tiere wurden stets ohne Vermischung mit anderen Characodon gehalten. Heute sind diese Tiere etwa 3 cm lang und zeigen folgendes Erscheinungsbild:

 

253-Characodon audax lateralis 11 Bastard Kunath
Männchen vom Bastard Characodon lateralis x Characodon audax
Zeichnung: Dr. DIETMAR KUNATH

 

Anhand der beiden folgenden Zeichnungen (von Dr. DIETMAR KUNATH) ist erkennbar, dass der vorstehende Bastard Körpermerkmale von beiden Tieren aufweist.

 

246-Characodon audax 11 Kunath
217-Characodon lateralis 07 Kunath

 

Die Rotfärbung entspricht der Rotfärbung von Characodon lateralis. Diese Tiere dürften eindeutig eine Kreuzung zwischen einem Männchen von Characodon lateralis und einem Weibchen von Characodon audax sein.

Das Characodon audax - Weibchen hat noch einmal am 09.01.1990 im Gesellschaftsbecken geworfen; ein Jungfisch von 8-9 mm Länge konnte mehrere Tage beobachtet werden, ohne daß er von den Mitbewohnern belästigt wurde.

Das Characodon audax - Männchen ist am 12.03.1990 verendet; es zeigte bis zuletzt eine arttypische Färbung.

Keine Anzeichen von äußeren Krankheitserregern und war auch gut genährt (ca. 4,5 cm Länge). Das Weibchen hat sich nach dem letzten Wurf nicht wieder richtig erholt, so dass mit seinem Ableben gerechnet werden musste.

Die Characodon - Bastarde werden weiterhin separat gehalten. Es hat bisher den Anschein, als ob mit Fertilität zu rechnen ist; einige Weibchen haben wohl gerundete Bauchpartien.

Die festgestellte Kreuzung zwischen Characodon lateralis und Characodon audax kann wohl weder eindeutig als freiwillig noch als erzwungen deklariert werden, da stets alle Geschlechter beider Arten in normalem Zustand vorhanden waren. Leider kann keine Aussage darüber gemacht werden, ob die beiden vorherigen Würfe und der folgende Wurf auch Bastarde gezeitigt haben. Diese zufällige Kreuzung könnte aber zu weiteren Versuchen anregen, jedoch mit der eindringlichen Bitte, keine Bastard unkontrolliert zu verbreiten.

 

Ich habe am 09.01.2001 eine Nachricht erhalten, dass Characodon audax in der Natur ausgestorben sein soll. Der niederländische Goodeidenfreund BRIAN KABBES hat den einzigen bisher bekannten Fundort 1999 besucht und konnte schon eine gewisse Gefährdung feststellen. Nun ist er am 07.12.2000 wieder dort gewesen und musste sehen, dass kein Wasser mehr vorhanden war.

Characodon audax ausgestorben
von BRIAN KABBES

Nachdem SIMONE und BRIAN KABBES bereits 1999 El Toboso (Durango, Mexiko) besucht hatten und dabei feststellen mussten, dass das Habitat von Characodon audax als sehr gefährdet einzustufen ist, haben beide im Jahre 2000 diesen Ort noch einmal besucht.

Am 7. Dezember 2000 sind wir noch einmal nach El Toboso gefahren. Schon auf der Hinfahrt zu dem staubigen Wüstendorf erschraken wir heftig. Im vorigen Jahr war noch außerhalb des Dorfes eine ziemlich große morastige Fläche zu sehen, wo wir eine große Anzahl Characodon audax und Gambusia senilis fangen konnten.
Diese morastige Fläche hatte sich nun bis auf zwei seichte Pfützen zurückgebildet, in denen wir überhaupt keine Lebewesen feststellen konnten. Es sah danach aus, als wenn die morastige Fläche Anfang des Jahres 2000 völlig trockengefallen war. Bei einer Nachfrage stellte sich heraus, dass dieses der Fall war.
Die morastigen Flächen außerhalb des Dorfes wurden mit Wasser gespeist, das aus einem Brunnen innerhalb des Dorfes kam. Auf diesen Brunnen ist vor einigen Jahren eine Wasserpumpe gebaut worden, die das Wasser in einen nahegelegenen Wasserturm pumpt. Ich nehme an, dass der Bau dieser Wasserpumpe und deren große Förderleistung der Grund ist, warum Characodon audax ausgestorben ist.
Der Wassermenge im Brunnen ist ebenfalls sehr stark zurückgegangen. Es war aber noch etwas Wasser vorhanden und hierin kam nur noch Gambusia senilis vor. Auch dieser Fundort schien im Laufe des Jahres 2000 nahezu ausgetrocknet zu sein.
Es ist ein Beispiel für die große Anpassung und das Durchhaltevermögen von Lebendgebärenden Zahnkarpfen, dass Gambusia senilis sich hier so schnell wieder vermehren konnte.
Alle gefundenen Tiere schienen halbwüchsige und auch kleingebliebene ausgewachsene Tiere zu sein. Trotz ausgiebiger Suche konnte kein Exemplar von Characodon audax entdeckt werden.
Hochlandkärpflinge bleiben auch im Aquarium kleiner und zeigen eine geringere Widerstandskraft, wenn die Lebensbedingungen schlecht sind. Diese Eigenschaft ist ihnen letztlich zum Verhängnis geworden.
In Anbetracht des Habitates dieser sehr isolierten Gattung ist es nahe liegend, anzunehmen, dass die Art Characodon audax im Laufe des Jahres 2000 in der Natur ausgestorben ist. In der Umgebung befindet sich kein dauernd vorhandenes Gewässer (mehr).
In den Niederlanden und verschieden anderen Ländern sind noch umfangreiche Aquarienstämme vorhanden.
BRIAN KABBES, im Januar 2001

 

 

739-19 El_Toboso

 

740-20 El_Toboso

 

741-21 El_Toboso

 

742-22 El_Toboso

 

Die Informationen von BRIAN KABBES um das Verschwinden des Biotopes von Characodon audax in Mexiko sind natürlich bei den engagierten Aquarianern, die sich intensiv mit den Goodeiden befassen, schnell bekannt geworden.

So kam kurz nach Bekanntwerden der Nachricht eine Information aus Mexiko über Grossbritannien und die Niederlande zu mir, die besagt, dass es einen weiteren Fundort von Characodon audax geben muß, da auf den Fotos von BRIAN KABBES (siehe vorstehend) andere Örtlichkeiten abgebildet sind, als den Goodeiden-Liebhabern aus Mexiko und Großbritannien bekannt ist. Die vorstehenden Fotos zeigen nicht nicht den bekannten Fundort, sondern die nähere Umgebung.

Sobald mir weitere Informationen vorliegen, werde ich diese hier veröffentlichen.

 

 

500-37 Juan Miguel Artigas Azas
Im Dezember 2001 hat mir Herr JUAN MIGUEL ARTIGAS AZAS aus Mexiko folgenden Text über Characodon audax übersandt:

Hallo,
du möchtest sicher erfahren, dass ich die El Toboso Quelle in der letzten Woche aufgesucht habe. Der Lebensraum von Characodon audax ist - wie bisher - sicher und stabil. Die Population der Characodon audax schein groß zu sein und zu gedeihen.

Ich habe einen ganzen Nachmittag in dem Gebiet verbracht und habe noch eine andere Quelle besucht, die ungefähr 3 km von El Toboso entfernt ist. Sie liegt in einer Gegend ohne Straßen; hier war auch der Aufenthaltsort des legendären Revolutionärs Pancho Villa.

Ich fand eine Quelle mit einem niedrigen Wasserstand und einer ähnlichen Umgebung wie bei El Toboso, obwohl das Gebiet isolierter ist. Ein Einheimischer sagte mir, dass die Quelle während der letzten Jahre den Wasserstand verringert habe (anders als bei El Toboso), ohne dass es dafür einen offensichtlichen Grund gebe.

Es scheint so, als ob die unterirdische Wasserströmung, die diese Quelle speist, an irgendeiner Stelle durch kraftvolle Pumpen unterbrochen wird. Man sagte mir, dass im vergangenen Frühjahr Characodon noch existiert haben, dass man sie noch vor einem Jahr gesehen habe. Aber ich habe keine gefunden.

Es gibt dort noch genügend Wasser für eine Fischpopulation, aber ich habe keinen Fisch gesehen; nur Wasserpflanzen und Insekten. Offen gesagt glaube ich, dass es dort keinen einzigen Fisch mehr gibt, obwohl ich mich natürlich irren kann.

Ich habe mir gedacht, dass Dich dieses alles interessiert, um so den Gerüchten entgegentreten zu können.

Juan Miguel

 

 

 

248-Characodon audax 14 El Toboso Mikael Landin
Fundort: El Toboso, Durango, Mexiko

 

 

 

247-Characodon audax 12 El Toboso Mikael Landin
Fundort: El Toboso, Durango, Mexiko

 

 

 

249-Characodon audax 17 El Toboso Dost
Characodon audax
Fundort: El Toboso, Durango, Mexiko
Foto: Uwe Dost

 

 

 

254-Characodon-El-Toboso-x
Characodon audax “El Toboso”
Foto von: Joel Healy

 

 

 

[16.08.2011]
Characodon-audax-007
Characodon audax “El Toboso”
Foto von: Elke Weiand

 

 

 

[16.08.2011]
Characodon-audax-010
Characodon audax “El Toboso”
Foto von: Elke Weiand

 

 

 

[16.08.2011]
Characodon-audax-011
Characodon audax “El Toboso”
Foto von: Elke Weiand

 

 

 

Fundort:
El Toboso, Durango, Mexiko

Beschreibung:
BRIAN KABBES

Datum / Uhrzeit:
29.11.1999, 11.35 Uhr

Lage des Fundortes:
Wasserbrunnen in dem Dorf El Toboso

Biotopbeschreibung:
In der Nähe einer Pumpstation strömt Brunnenwasser durch flache, verschlammte Wasserläufe in den in der Nähe und auch flacher gelegenen Ojo de Agua. An dem Fundort sind die Wasserläufe stark eintrocknet. Die Wassertiefe beträgt etwa 5-30 cm. In der Regenzeit wird es aller Wahrscheinlichkeit nach mehr sein. Der Boden besteht aus Schlamm. Das Wasser ist leicht trüb und hat eine gräuliche Farbe. Die Ufervegetation besteht aus diversen Gräsern. An manchen Stellen ist etwas Wasservegetation anzutreffen.

Umgebungsbeschreibung:
Der Fundort liegt im Zentrum des Dorfes El Toboso. Dieses Dorf liegt in der trockenen, unfruchtbaren Halbwüste im Norden des Bundesstaates Durango. In einigem Abstand befinden sich etliche Wohnhäuser. Die Umgebung ist hügelig und ist geprägt durch die trockene Halbwüste.

Besonderheiten:
Die Situation in diesem Biotop ist zurückzuführen auf die große Trockenheit. die Mexiko 1999 hatte. Es ist zu hoffen, daß die anwesende Bevölkerung rücksichtsvoll mit dem Wasser dieses Fundortes umgeht. Die Characodon audax zeigen einen hohen Anteil von Rotfärbung auf ihren Körpern, neben den gewöhnlichen schwarzen Farben.

Lufttemperatur:
20,5 °C

Wassertemperatur:
20,3 °C

Wasserwerte:
PH: 7,2
KH: 12° dH
GH/TH: 15° dH
Nitratgehalt: 0 mg/l (ppm)
Nitritgehalt: 0 mg/l (ppm)

 

 

731-06 El_Toboso
Fundort: El Toboso, Durango, Mexiko

 

 

728-02 Characodon_audax_habitat_Omar_Domingues
Fundort: El Toboso, Durango, Mexiko

 

 

201-37 Characodon audax Biotop Abfluss Quelle El Toboso Dost
Characodon audax Biotop
Fundort: Abfluss Quelle El Toboso, Durango, Mexiko
Foto: Uwe Dost

 

 

 

Fundort:
Ojo de Agua, Durango, Mexiko

Beschreibung:
BRIAN KABBES

Datum / Uhrzeit:
29.11.1999, 12.10 Uhr

Lage des Fundortes:
Tümpel, direkt an der nordwestlichen Seite neben dem Dorf El Toboso.

Biotopbeschreibung:
Ausgedehnte, flache Tümpel. Die gesamte Oberfläche dieses nassen Gebietes beträgt etwa 300x400 Meter. Das Wasser ist schlammig und hat es braun-graue Farbe. Die Sichttiefe beträgt 5-10 cm. Die größte Tiefe ist nicht genau anzugeben, beträgt an dem Fundort allerdings 10-20 cm. Der Boden besteht aus Schlamm. Im Wasser sind hier und da Wasserpflanzen vorhanden. Entlang des Ufers wachsen diverse Morastpflanzen und Gräser. An dem Fundort sind eine Menge grober Kieselsteine aufgestapelt, die verhindern sollen, daß das umherlaufende Vieh in dem Schlamm stecken bleibt. Durch Viehspuren (loslaufende Kühe, Pferde, Esel und Ferkel) ist dieses Biotop an verschiedenen Plätzen beeinträchtigt.

Umgebungsbeschreibung:
In etwa 200 Meter Abstand vom Dorf El Toboso gelegen, das sch in der trockenen Halbwüste im Norden des Bundesstaates Durango befindet. Am Fundort ist keine unmittelbare Bebauung vorhanden, außer in einigem Abstand das vorgenannte Dorf.

Besonderheiten:
Es ist davon auszugehen, daß sich dieses Biotop in der Regenzeit auf eine zwei- bis dreimal so große Oberfläche ausdehnt.

Lufttemperatur:
19,6 °C, am 29.11.1999, um 12.10 Uhr.

Wassertemperatur:
9,3 °C am 29.11.1999, um 12.10 Uhr.

Wasserwerte:
PH: 7,0 am 29.11.1999, um 12.10 Uhr.
KH: 15° dh am 29.11.1999, um 12.10 Uhr.
GH/TH: 12° dH am 29.11.1999, um 12.10 Uhr.
Nitratgehalt: 0 mg/l (ppm) am 29.11.1999, um 12.10 Uhr.
Nitritgehalt: 0 mg/l (ppm) am 29.11.1999, um 12.10 Uhr.

 

 

Die Literatur wurde zusammengestellt von:
508-Kees de Jong

 

Characodon audax (Smith & Miller, 1986)

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